Ischia ist eine Vulkaninsel am nördlichen Ende des Golfs von Neapel, rund 30 Kilometer von der Stadt Neapel entfernt, und die größte der Phlegräischen Inseln. Sie misst rund 10 Kilometer im Durchmesser, steigt bis zum 788 Meter hohen Monte Epomeo an und teilt sich auf sechs Orte mit insgesamt rund 60.000 Einwohnern auf.
Schon seit der Antike kommen Menschen wegen der heißen Quellen hierher, und Ischia ist bis heute vor allem eine Thermalinsel: Warmes Wasser fließt in Thermalbädern, Gärten und sogar ins Meer. Außerdem gibt es Sandstrände, Pinienwälder, Weinberge auf vulkanischem Boden und ein Kastell auf einer eigenen kleinen Insel, und hier befand sich ein früher griechischer Handelsstützpunkt. Ischia, oft „die grüne Insel“ genannt, lädt zu längeren, gemächlicheren Aufenthalten ein, als ein Tagesausflug sie erlaubt. Ferienwohnungen und Villen passen zu Familien und Thermalgästen, besonders außerhalb der Hochsaison im Juli und August.
Ischia Porto in der Hauptgemeinde an der Nordostküste ist der bequemste Ausgangspunkt: Die meisten Fähren legen hier an, der Ort hat Geschäfte und Restaurants, und am Corso Vittoria Colonna wird abends rege flaniert. Ischia Ponte, ein kurzes Stück östlich, ist das ältere Fischerviertel gegenüber dem Castello Aragonese und wirkt ruhiger. Casamicciola Terme und Lacco Ameno an der Nordküste sind rund um Thermalquellen entstanden; Lacco Ameno hat einen kleinen Hafen und das Museum der Villa Arbusto.
Forio, die flächenmäßig größte Gemeinde, erstreckt sich entlang der Westküste mit Stränden, Weinbergen im Hinterland und den Gärten von La Mortella; über den Ortsteil Panza gelangt man zum Citara-Strand und zu den heißen Quellen der Bucht von Sorgeto. An der Südküste liegt das Fischerdorf Sant'Angelo in der Gemeinde Serrara Fontana, und von Barano d'Ischia geht es hinunter zum langen Maronti-Strand. Häuser an den Hängen haben oft Aussicht und Garten, erfordern aber ein Auto oder einen Motorroller.
Ischias vulkanische Wärme speist sehr viele Quellen, und ihre Nutzung reicht bis zu den Griechen und Römern zurück: Votivtafeln, die an der Nitrodi-Quelle in Barano gefunden wurden, waren Apollon und den Nymphen geweiht, die über das Wasser wachten. Heute zeigt sich die Thermaltradition der Insel in vielen Formen, von Hotel-Spas und großen Thermalparks mit Becken unterschiedlicher Temperatur bis zu einfachen öffentlichen Quellen.
Das bekannteste kostenlose Erlebnis ist die Bucht von Sorgeto unterhalb von Panza, wo zwischen den Felsen heißes Wasser aufsteigt und sich mit dem Meer mischt, sodass man hier sogar im Winter badet. Thermalwasser ist mineralreich und kann an der Quelle sehr heiß sein; prüfen Sie daher die Temperatur, bevor Sie hineinsteigen, und begrenzen Sie lange Bäder, wenn Sie Herz- oder Blutdruckprobleme haben. Viele Besucher verbinden das Thermalbaden mit Fangoanwendungen und Massagen in zugelassenen Thermaleinrichtungen.
Ischia hat mehrere Sandstrände. Der Maronti-Strand an der Südküste unterhalb von Barano ist ein langer Sandstreifen, und Citara bei Forio ist nach Westen ausgerichtet. Kleinere Strände und Buchten gibt es rund um Sant'Angelo, Lacco Ameno und Ischia Ponte, und Bootsausflüge rund um die Insel erreichen Buchten, die über die Straße schwer zugänglich sind.
Im Inselinneren ist der Monte Epomeo selbst kein Vulkan, sondern ein Block aus grünem vulkanischem Tuff, der durch Druck von unten emporgehoben wurde; Wege führen an Weinbergen vorbei hinauf und bieten weite Blicke über den Golf. Der letzte Ausbruch der Insel im Jahr 1302 erzeugte an der Nordostküste den Lavastrom Arso, der heute teilweise von Pinienwald bedeckt ist. Die umliegenden Gewässer sind ein Meeresschutzgebiet mit Seegraswiesen, und vor der Küste werden mehrere Delfin- und Walarten erforscht.
Griechen aus Euböa gründeten im 8. Jahrhundert v. Chr. auf der Insel eine Handelssiedlung namens Pithekussai, in der Griechen, Etrusker und Phönizier Seite an Seite lebten. Ein Tonbecher, der hier in den 1950er-Jahren in einem Grab gefunden wurde, der sogenannte Nestorbecher aus der Zeit um 730 v. Chr., ist ein wichtiges frühes Zeugnis der Schrift im griechischen Alphabet. Funde aus Pithekussai sind im archäologischen Museum der Villa Arbusto in Lacco Ameno ausgestellt.
Das Castello Aragonese steht auf einer vulkanischen Felsinsel, die über einen Damm mit Ischia Ponte verbunden ist. Eine erste Festung errichtete dort 474 v. Chr. Hieron I. von Syrakus, und 1441 ersetzte Alfons V. von Aragón die Holzbrücke durch eine steinerne. Um 1700 lebten rund 2.000 Familien auf dem Felsen. 1883 verwüstete ein Erdbeben Casamicciola und Lacco Ameno und tötete mehr als 2.300 Menschen. Henrik Ibsen schrieb einen Teil von „Peer Gynt“ in Casamicciola, und der Komponist William Walton schuf sich in La Mortella in Forio sein Zuhause und seinen Garten.
Ischias bekanntestes Gericht ist Coniglio all'ischitana, langsam mit Tomaten, Knoblauch, Weißwein und Kräutern geschmortes Kaninchen – eine Erinnerung daran, dass die Inselküche einst ebenso von den Hügeln lebte wie vom Meer. Auch Fisch und Meeresfrüchte gibt es überall, vom gegrillten Wolfsbarsch bis zu Spaghetti mit Venusmuscheln und frittierten Calamari.
Auf den vulkanischen Böden der Insel wachsen Reben, und die DOC Ischia umfasst sowohl Weiß- als auch Rotweine; Weißweine, vor allem aus den einheimischen Rebsorten Forastera und Biancolella, machen den größten Teil der Produktion aus. Kleine Erzeuger destillieren außerdem Liköre aus Zitrusfrüchten, Feigen und Kräutern der Insel. In einer gemieteten Unterkunft mit Küche können Sie ganz einfach mit den Produkten aus Dorfläden und Märkten kochen und abends auf einer Terrasse essen, wie es viele Inselbewohner tun.
Der nächstgelegene Flughafen ist der internationale Flughafen Neapel (NAP). Fähren und Tragflügelboote verbinden die drei Häfen der Insel, Ischia, Casamicciola Terme und Forio, mit Neapel und Pozzuoli. In Neapel legen die Tragflügelboote am Molo Beverello ab und die Autofähren an der Calata Porta di Massa, während es ab Pozzuoli nur Autofähren gibt. Die Überfahrt dauert je nach Strecke mit dem Tragflügelboot etwa eine Stunde und mit der Fähre etwa anderthalb Stunden.
Auf der Insel fahren öffentliche Busse der EAV über die Küstenstraße rund um die Insel und verbinden alle sechs Orte. Taxis, Motorroller und kleine Mietwagen gibt es reichlich, und manche Besucher bringen ihr eigenes Auto mit der Fähre mit; prüfen Sie vorher die aktuellen Regeln, denn die Zufahrt für Fahrzeuge Nichtansässiger kann in der Hochsaison beschränkt sein. Sant'Angelo und einige Strände erreicht man leichter zu Fuß oder mit dem Wassertaxi, und im Sommer kann der Verkehr auf der Insel zäh sein.
Ischia hat ein mildes Mittelmeerklima, begünstigt durch seine Lage im mittleren Tyrrhenischen Meer und durch das Massiv des Monte Epomeo, das Teile der Küste abschirmt. Die Winter sind mild, aber wechselhaft; Regen bringen vor allem Winde aus Südwest und Südost, während im Frühling und Sommer nördliche Brisen vorherrschen.
Juli und August sind die belebtesten Monate, wenn die Bevölkerung der Insel durch die Besucher stark anwächst und Strände und Fähren voll sind. Mai, Juni und September sind warm genug fürs Meer und angenehm für eine Wanderung auf den Epomeo. Da Thermalbaden bei kühlerem Wetter besonders angenehm ist, sind Frühling und Herbst bei Thermalgästen besonders beliebt, und manche Quellen, darunter Sorgeto, lassen sich das ganze Jahr über nutzen. Im Winter schließen viele Hotels, doch die Insel bleibt bewohnt und ruhig. Folgen Sie nach starkem Regen an erdrutschgefährdeten Hängen den Hinweisen vor Ort.
Ischia Porto ist mit Fähren, Geschäften und Bussen der praktischste Ausgangspunkt. Ischia Ponte neben dem Castello ist ruhiger. Forio passt zu Strandliebhabern und Sonnenuntergängen an der Westküste, Lacco Ameno und Casamicciola zu Thermalaufenthalten und Sant'Angelo zu Reisenden, die ein kleines Fischerdorf suchen.
Fahren Sie vom internationalen Flughafen Neapel (NAP) in die Stadt und nehmen Sie ein Tragflügelboot vom Molo Beverello oder eine Autofähre von der Calata Porta di Massa. Fähren legen auch in Pozzuoli ab. Die Überfahrt dauert mit dem Tragflügelboot etwa eine Stunde und mit der Fähre etwa anderthalb Stunden.
Ischia ist bekannt für seine Thermalquellen, die seit griechischer und römischer Zeit genutzt werden, für Strände wie Maronti und Citara, für das Castello Aragonese auf seiner Felsinsel und für den Monte Epomeo. Bekannt ist die Insel außerdem als Standort von Pithekussai, einem griechischen Handelsstützpunkt aus dem 8. Jahrhundert v. Chr.
Mai, Juni und September bieten warmes Meer und weniger Andrang als Juli und August. Frühling und Herbst sind beliebt zum Thermalbaden und Wandern auf dem Monte Epomeo. Im Winter ist die Insel ruhig und viele Hotels schließen, doch manche Quellen, etwa in der Bucht von Sorgeto, lassen sich das ganze Jahr über genießen.
Nicht unbedingt. EAV-Busse verbinden alle sechs Orte, und Taxis und Motorroller sind leicht zu finden. Ein Auto hilft, wenn Sie eine Villa am Hang mieten, doch die Straßen sind im Sommer eng und voll, und die Regeln für das Mitbringen von Autos Nichtansässiger in der Hochsaison sollten Sie vor der Reise prüfen.
Drei oder vier Tage reichen für das Kastell, einen Strandtag, eine Thermalquelle und eine Bootstour um die Insel. Eine Woche erlaubt es, sich in einer gemieteten Unterkunft einzurichten, auf den Monte Epomeo zu wandern, Procida zu besuchen und die Insel in gemächlicherem Tempo zu genießen.
Ja. Ferienunterkünfte in Italien müssen einen nationalen Identifikationscode, den CIN, haben, der über die Unterkunftsdatenbank des Tourismusministeriums vergeben wird. Der Code muss in jedem Online-Inserat erscheinen und außen am Gebäude angebracht sein, sodass Sie ihn vor der Buchung prüfen können.
Ja. Sandstrände wie Maronti und Citara, Bootsausflüge und das Castello Aragonese gefallen Kindern, und die Entfernungen auf der Insel sind kurz. Thermalbecken sind bei Familien beliebt, doch sehr heißes Wasser ist für kleine Kinder nicht geeignet; achten Sie daher auf die Temperaturen und die Altershinweise.
Mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben, dann anhand der unten genannten Quellen geprüft. Zuletzt geprüft am .